Das Rauchen aufzuhören ist ein langer Weg
Der Kampf gegen die Nikotinsucht, der Versuch das Rauchen aufzuhören, ist eine der größten Herausforderungen. Dabei gilt: „Das Rauchen Aufhören ist nicht schwer, ich habe es schon hundert mal geschafft“ Diese Aussage macht einem auf ironische weise deutlich wie viel Kraft und Überzeugung es einen Kostet der Nikotinsucht entgegen zu treten. Es ist zum Einen wichtig sich darüber im Klaren zu werden, welche Schäden das Rauchen, sowohl aus medizinischer als auch wirtschaftlicher Sicht zufügt, zum Anderen muss man sich mit dem Thema Rauchen näher auseinandersetzen um davon erst loskommen und mit dem Rauchen aufhören zu können. Es ist wichtig den Feind zu kennen dem man vor Angesicht tritt.
Oft wird unter Nikotinsucht nur das Rauchen von Zigaretten verstanden. Dabei erfolgt der Konsum des Nikotins auf verschiedene Weisen. Das Rauchen von Zigarren und Zigarillos fällt ebenso darunter wie der Konsum von Schnupf und Kautabak ebenso wie das in Deutschland verbotene Smokeless Tobacco. Wobei sich dieser Artikel im Allgemeinen mit der am weitesten verbreiteten Konsumform, dem Rauchen an sich, beschäftigt. Allgemein ist vor allem ihre Physische Wirkung auf den menschlichen Organismus allen Nikotinhaltigen Produkten gemein. Die gute Nachricht dabei, die Physischen Symptome lassen sich sehr schnell überwinden, vorausgesetzt man hat vor mit dem Rauchen aufzuhören. Denn obwohl der Handelsübliche Tabak über Tausend verschiedene Substanzen enthält die sich mehr oder minder stark auf das Suchtpotential auswirken, ist Nikotin immer noch der entscheidende Stoff der für die Reaktionen im Gehirn verantwortlich ist.
Durch das Abbrennen wird das Nikotin im Tabak freigesetzt und verbindet sich mit den im Tabak enthaltenen Teerteilchen. Beim Inhalieren wandern diese über die Lunge ins Blut. Zwar besitzt das Gehirn eine so genannte Blut-Hirn-Schranke welche die Meisten Giftstoffe ausfiltert leider jedoch nicht das Nikotin. Bereits Sieben Sekunden nach dem ersten Zug hat das Nikotin das große Ziel erreicht. Im Gehirn angekommen heftet es sich im Gehirn an die Acetylcholinrezeptor, welche eigentliche dafür zuständig sind Nervenimpulse an Muskeln weiter zu leiten. Sobald sich das Nikotin im Gehirn anheftet erfolgt eine Ausschüttung diverser Botenstoffe wie Dopamin, Serotonin, Noradrenalin und Endorphinen, was zu unterschiedlichen Reaktionen im Gehirn und Körper führt. Aufmerksamkeit und Gedächtnis werden kurzzeitig gesteigert und durch die Endorphine wird ein Glücksgefühl ausgelöst, also die gleiche Reaktion wie beim Essen, Trinken oder Sex.
Entscheidend, wenn man mit dem Rauchen aufhören möchte, ist es sich vor Augen zu führen, dass die Inhaltsstoffe keines Wegs allein für die Suchtwirkung zuständig sind. Das Stichwort lautet „Ritualisierung“ eine sehr häufige Situation in der man raucht ist das Warten, sei es auf ein öffentliches verkehrsmittel oder einen freund. Man versucht durch das rauchen diese Zeitspanne zu verkürzen und obwohl man erst vorher eine geraucht hat Pocht das Verlangen nach Nikotin. Solche Situationen sind ein Indiz für Kontrollverlust und die höchste Zeit wo man mit dem Rauchen aufhören sollte. Eine weitere typische Situation sind öffentliche Lokale und Bars. Auch hier ist es ein Ritual, zum Alkohol auch Tabak zu konsumieren. Der Grund dass man hier viel häufiger zur Zigarette greift als sonst hat vielerlei Ursachen. Zum einen ist es die Wirkung des Alkohols, welches ebenfalls die gleichen Rezeptoren im Gehirn blockiert und somit eine höhere Dosis Nikotin nötig ist um den gleichen Rausch zu fühlen wie sonst, zum anderen spielt hier der Gruppenzwang eine besondere Rolle. Oft greift man zur Zigarette obwohl man gar kein Verlangen nach Nikotin hat, da sich gerade ein Teil der Runde eine ansteckt und man somit ans Rauchen erinnert wird und man auch sich zugehörig zeigen möchte. Aber auch hier ist eine klare Tendenz zur Abhängigkeit und mangelnder Selbstkontrolle erkennbar, weshalb es sich sicherlich empfiehlt dagegen vorzugehen und mit dem Rauchen aufzuhören.